OCIT Chronik

 

1996

Der Anstoß zur Gründung der ODG ging von den deutschen Betreibern von Verkehrsanlagen und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) aus. Die Strategie war, zusammen mit den deutschen Marktführern einen Industriestandard zu schaffen.

1999

gründeten die Signalbaufirmen Dambach, Siemens, Signalbau Huber, Stoye und Stührenberg die Arbeitsgemeinschaft ODG (OCIT Developer Group).

Ziel der ODG war und ist es, Schnittstellen für Systeme der Straßenverkehrstechnik zu standardisieren.

Die Bezeichnung der Schnittstellen lautet:

OCIT (Open Communication Interface for Road Traffic Control Systems/Offene Schnittstellen für die Straßenverkehrstechnik

Kurz nach der Gründung der ODG organisierten sich die Kunden / Betreiber in der OCA (Open Traffic Systems City Association e.V).

Es war von Anfang an daran gedacht, die Kunden/ Betreiber in Form eines „Runden Tisches“ an der Standardisierung zu beteiligen. Der Runde Tisch bestand aus ODG, OCA, VIV (Verband der Ingenieurbüros) und BASt.

2002

Erscheinen der ersten OCIT-Outstations Version 1.0

2003

Die Zusammenarbeit der ODG mit dem Runden Tisches wurde in Form eines Memorandum of Understanding (MOU) geregelt.

Neues Mitglied des Runden Tisches wurde die OTEC, ein auf OCA Initiative gegründeter Zusammenschluss der Hersteller von zentralen Einrichtungen, insbesondere von Ingenieurarbeitsplätzen.

Im Februar 2003 konstituierte sich ein OCIT-Arbeitskreis "OCIT-LED". Standardisiert wird ein LED-Einsatz für rote, gelbe und grüne Signalgeber. Der Arbeitskreis besteht aus Mitarbeitern der Firmen OSRAM, Garufo, IMS, Futurit und den in der ODG organisierten Firmen.

Durchführung von Feldtests (insbesondere Integrationstests) der OCIT-Outstations Version 1.1

2004

01. Juli 2004 wird die Schnittstelle OCIT-LED Version 1.0 freigegeben.

15. Juli 2004 die Schnittstelle OCIT-O Version 1.1 ist freigegeben.

2005

Das "OCIT-O Profil 2 - Übertragungsprofil für Wählverbindungen im Festnetz und GSM-Mobilfunknetz" wurde als OCIT-Standard freigegeben.

2008

20. März 2008 die OCIT-Outstations Version 2.0 für Lichtsignalsteuergeräte ist freigegeben. OCIT-O Version 2.0 für Lichtsignalsteuergeräte ist die Weiterentwicklung der bestehenden OCIT-O Versionsstand 1.1. Die charakteristischen Systemfunktionen sind der standardisierter Versorgungsweg und die standardisierte Prozessdatenübertragung.

2009

15. September 2009 das OCIT-O Profil 3 - Übertragungsprofil Ethernet mit DHCP sind freigegeben.
 

2010

1. September 2010 die OCIT-C Version 1.0 neuer Standard für die Kommunikation zwischen zentralen Komponenten ist freigegeben.

2011

11. April 2011 der ODG-V2 Tracer ist freigegeben. Der ODG-V2-Tracer dient zum Tracen von BTPPL-Telegrammen auf Basis von OCIT-O V2.0 bzw. OCIT-O V1.1. Mit Hilfe dieser Software kann die BTPPL-Kommunikation zwischen Feldgerät und Zentrale protokolliert und analysiert werden.

28. April 2011 Veröffentlichung einer Testvorschrift für den Funktionsnachweise von Lichtsignalsteuergeräten mit OCIT-O Schnittstelle an zentralen Einrichtungen.

2012

Die OTEC wurde im März aufgelöst und die Rechte an OCIT-I an die ODG übertragen.

Als Ersatz für den Runden Tisch wurde das „OCTS Harmonisierungsgremium (Offene Kommunikationsstandards für Systeme im Verkehr/ Open Communication Standards for Traffic Systems)“ etabliert. Dieses Gremium hat das Ziel, die Schnittstellenentwicklung zu fördern.

2013

28. Januar 2013 die Vornormen "Schnittstelle zwischen zentralen Einrichtungen zum Austausch verkehrsbezogener Daten" sind veröffentlicht. Die Vornormen "DIN VDE V 0832-601 (VDE V 0832-601):2013-02 Straßenverkehrs-Signalanlagen - Teil 601: Schnittstelle zwischen zentralen Einrichtungen zum Austausch verkehrsbezogener Daten - Daten und Protokoll" und "DIN VDE V 0832-602 (VDE V 0832-602):2013-02 Straßenverkehrs-Signalanlagen - Teil 602: Schnittstelle zwischen zentralen Einrichtungen zum Austausch verkehrsbezogener Daten - Schemadefinitionen" entsprechen den Definitionen von OCIT-C Version 1.

Die Softwarepflege von OCIT-I wird eingestellt. Die Inhalte von OCIT-I werden in OCIT-C eingearbeitet.

6. Februar 2013 die OCIT-O V2.0 Testsuite MAT wird veröffentlicht. Die „OCIT-O V2 Testsuite MAT“ ermöglicht den Aufbau eines Test-Werkzeuges zum automatischen Testen von Lichtsignalsteuergeräten mit der Schnittstelle OCIT-O V2.0. Mit dem entsprechenden Test-Werkzeug kann in kurzer Zeit und ohne weitere Benutzereingriffe beurteilt werden, ob ein minimal erforderlicher Funktionsumfang vorhanden und funktionsfähig ist (Minimal Acceptance Test).

2014

12. November 2014 die neue Version OCIT-C 1.1 ist freigegeben.

2015

05. März 2015 die Dokumentation für OCIT-C V1.1 ist in englischer Sprache verfügbar.

2016

02. April 2016 die Version OCIT-O V3.0 und OCIT-O Car wird auf der Intertraffic Amsterdam vorgestellt. Mit OCIT-O V3.0 und den entsprechenden Spezifikationen in OCIT-C bietet das OCIT System die Integration mit der kooperativen funkbasierten Infrastruktur im Automobilbereich. Damit ist es im OCIT System möglich, Gefahrenmeldung, Priorisierung von ÖPNV- und Sonderfahrzeugen, Prognosedaten, Versorgung der Topologieinformationen und Qualitätssicherung in das Verkehrsmanagement zu integrieren.